Helene und Wolfgang Beltracchi

Selbstporträt


Photo 2019 © Kunstwirtschaftler
Photo 2019 © Kunstwirtschaftler

Das Buch kommt mit seinen 607 Seiten erst einmal sehr umfangreich daher. Man denkt, dass es eher etwas für den Wohnzimmertisch ist, um Besucher zu beeindrucken. Doch die vielen Abbildungen inspirieren zum Blättern. Und sobald man es in die Hand genommen hat, ist es um einen geschehen. Der Text zieht förmlich ins Buch. So persönlich ist er und so nah kommt man den Autoren. Wer sich wirklich für die beiden Menschen, das künstlerische Wissen und die Sensibilität der Helene Beltracchi sowie die Fähigkeit des Wolfgang Beltracchi, sich in die unterschiedlichen Maler und deren Stile zu versetzen und in deren Sinne malen zu können,  interessiert und wer nicht bloss offen für das mediale Spektakel und das Label als "Meisterfälscher" ist, dem sei dieses Buch dringend angeraten. Die Nähe, die beide Autoren zulassen, die Teilhabe an ihrer unendlichen Liebe, überrascht, fasziniert und berührt durch Ehrlichkeit, Präzision und Humor. Zum Schluss hin übrigens, bedauert man sehr, dass das Buch endet. Es hätte auch 1.200 Seiten haben können!

 

Helene und Wolfgang Beltracchi: Selbstporträt

Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2018,

mit Collagen und Zeichnungen von Wolfgang Beltracci.

ISBN 978-3-499-62889-4

 

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Der Kunstwirtschaftler meint: Sehr  lesenswert!


Photo 2019 © Kunstwirtschaftler
Photo 2019 © Kunstwirtschaftler

"Ich, Beltracchi"

"Du" Die Zeitschrift für Kultur Nr. 888

 

ISBN 987-3-905931-87-7

2018/12 + 2019/01

 

Nach dem Buch, blättert man voller Freude in dieser Zeitschrift, betrachtet die großformatigen Abbildungen mit Genuss und lässt sich gern über den Text in die wundersame Welt der Beltracchis hineinziehen.

Der Kunstwirtschaftler meint: Unbedingt lesens- und besitzenswert

Aus dem Inhalt:

  • "Der Mensch muss berührt werden von einem Bild", Wolfgang Beltracchi im Gespräch mit René Scheu.
  • "Kunstgleich, kunstähnlich", Peter Soterdijk
  • "Künstler? Hofnarr? Scharlatan?", Christian von Faber-Castell
  • "Ordnung muss sein", Michael Erlhoff
  • "Sein Bild macht mir immer noch ein wenig Angst", Daniel Kehlmann im Gespräch mit Volker Weidermann
  • "Wenn ich ein Gemälde anschaue, sehe ich sofort, wie der Maler vorgegangen ist", Wolfgang Beltracchi im Gespräch mit Franziska Beltracchi
  • "Sturz in den Abyssus", Horst Bredekamp
  • "Der Wert der Zeit", Hans Ulrich Gumbrecht
  • "Wir müssen die Kunst befreien", Helene Beltracchi im Gespräch mit Thilo Komma-Pöllath
  • "Heute rege ich mich unnötig auf, das liegt wahrscheinlich am Eingesperrtsein", Helene und Wolfgang Beltracchi - die Briefe der Beltracchis 

Alle Angaben ohne Gewähr.